Pfarramt leider geschlossen

Das Pfarramt St. Georg ist in dieser Woche krankheitsbedingt leider geschlossen. In dringenden Fällen erreichen Sie einen Seelsorger unter der Nummer 253593-78 oder im Dompfarramt unter 7050-500.

Fasnetspredigt von Pfarrer Heil am 11. Februar, St. Georg

 

Prolog:

Schweschtr, Briadr, Christenleut,
des gibt a andre Predigt heut!
Es ist ein guter Kirchenbrauch,
und ich versuch es heute auch,
bevor die Fasnet sich erledigt,
wird anders heut gepredigt.

Zu sehen ist uns heut gegeben,
die Zeit, in der wir heute leben!
Nicht alles, was da glänzt ist Gold,
manches gut gemeint, gewollt.
Und kommt dann auf die andre Bahn,
als Narr erfreut’s mich sehr sodann.
Als Narr darf ich heut Sachen sagen,
die mir verdreh‘n sonst schnell den Magen.

Ich schau als Narr auf diese Welt,
will wissen, was im Leben wirklich zählt.
Denn Manches scheint so ganz arg wichtig
und erweist sich dann ganz schnell als nichtig.
Ich sprech‘ von groß gemeinten Worten
in Politik und vielen andren Orten.
Vieles scheint dort wundersam,
bereitet mehr und mehr mir Gram!
GroKo ist ein schlimmes Wort!
Die debattiern an einem fort!
Mich nervt das langsam ziemlich sehr,
frag mich, kommt da noch Gutes her?
Groko ist schon wunderlich:
mal will der Schulz, dann wieder nich‘!
Frau Merkel will wohl nur noch Macht,
die CDU schon drüber lacht.
In aller Welt, da lacht man schon,
Regierung klappt nicht, welch ein Hohn.
Doch scheinen sie‘s jetzt doch zu raffen,
Regierungsbildung ist zu schaffen!
Als Narr frag ich mich für das Land
Wie lang hat all das nur Bestand?
Die alte Kirche Lob ich da mir!
Der Chef in Rom macht mir Plaisier!
Der betet um das Wohl der Leute,
das braucht es wirklich, hier und heute!
Berlin schafft’s net, wir ha’m sie schon,
und ernten dafür reichen Lohn!
Kirche mitten in der Stadt!
eine eig‘ne GroKo hat:
Die drei Gemeinden leben prächtig,
und feiern Glaube, Liebe, Hoffnung mächtig.
Das ist ne riesen Freude mir,
wir sind Kirche: ich mit Dir!

Ich lenk den Blick nach Georg hin,
wo ich so gerne Pfarrer bin!
Was ich find wirklich supertoll
ist, dass am Sonntag d‘ Kirch isch voll.
Es ist mir Freud und groß Pläsier,
mit Euch zu feiern und mit Dir!
Der Sonntag ist zum Ruhen da,
denn Gott ist ein geriss‘ner Ma(nn)!
Er hat den Sonntag sich erdacht,
und uns zum Ruhetag gemacht.
Das scheinen manche nicht zu raffen 
und wollen schaffen, schaffen, schaffen.
Als Pfarrer mag ich das nicht sehn,
denn Herz und Seel verlustig gehn!
Denn wer nur schafft, sich selbst verliert
drum am Sonntag triumphiert
wer auch mal Fünfe grade macht 
und hier in Georg d‘ Leut anlacht.

Am Sonntag sind Geschäfte zu,
das hat n Grund, und der bist DU!
Das soll so bleiben, ich Euch sag,
sonst streik ich hier ganz unverzagt.
Nach rechts und links mal um Dich schau,
ein netter Christenmensch glaubt au
wie Du an Gott! Schenkt Dir ein Lachen,
genauso sollt Du’s jetzt auch machen
Denn Gottesdienst mit Euch ist flott,
das liegt an unserm Himmelsgott!
Sein Geist weht hier in diesem Haus,
wenn Menschen teilen gerne aus.
Herr Gehrmann teilt mit uns die Töne,
der Orgel,  ziemlich viele schöne!
Als Narr sitzt er heut an dem Pult,
und provoziert vielleicht Tumult.
Die Orgel kann auch lustig spielen,
Herr Gehrmann, das gefällt ganz Vielen!
Als großer Fan da dank ich Ihnen,
Ein großes Lob tun Sie verdienen!
Mit Nassauer und chor & band,
nimmt gut Musik hier echt kein End.
Es kommen Leut‘, selbst aus der Stadt,
weil Georg super Musik hat.
Es kommen sogar Protestanten!
Sagt’s gern weiter, auch den Tanten,
die immer Trübsal blasen und posaunen,
dass Kirchgang schadet guten Launen.

Hier ist es richtig schön und flott,
am Berg da sind wir nah bei Gott.
Zum Beten reichen wir die Hand
am Anfang vielleicht allerhand.
Doch schnell spür ich, das tut mir gut,
gemeinsam beten: das macht Mut.
Mein Leben steht in Gottes Spur,
gemeinsam! So geht feiern nur!

Jetzt im Anschluss darf nicht fehlen,
was auch dient den armen Seelen.
Was viele finden voll ok,
ist unser Sonntagskirchkaffee!
Die Kirch‘ isch aus, man geht nicht heim,
man steht beisammen, groß und klein.
Man wartet gern auf heißen Saft,
gesegnet‘ Punsch, Leut, der gibt Kraft!
Gern spricht man offen, Gott sei Dank,
und putzt die Kuchenplatte blank.
Manch Mutter bäckt auch Cantuccini,
doch ich, ich bekomm zu sehn die nie!
Wenn ich komm an die Theke ran,
sind sie schon weg, ohh Mann, oh Mann.
Beim Kirchkaffee, und des isch schee,
entwickelt sich so manch Idee.
Da finden sich auch Frau und Mann
und heiraten in Georg dann.
Auch Tränen sind hier peinlich nicht,
ein jeder Mensch den Trost hier kriecht.
Das hat zu tun mit unserm Gott,
er macht zu lieben uns erst flott.

So ist es hier drin aufgeschrieben (Verweis auf Bibel)
Jesus sollst Du herzlich lieben.
Paulus sagt ganz laut Korinth:
In Jesus Sinn des Lebens find‘,
wer Glaube, Liebe, Hoffnung teilt,
ist im Leben nicht verpeilt!
Jesus darfst Du nahe sein,
so ist das Christenleben fein.
Denn nur in Selbstvergessenheit,
erfährt der Christ die richtig Freid!
Dann spürt er: ich bin nicht allein,
schenkt reinen Wein sich dann gleich ein!
Mein Leben liegt in Gottes Hand,
sein Bund ist ein beständig‘ Band.
Was Paulus sagt, ist wirklich wahr
gilt auch für uns in diesem Jahr!
St. Georg ist gut aufgestellt,
zu hoffen mir sehr leicht hier fällt.
Ich erbitt‘ uns seinen Segen,
denn daran ist mit sehr gelegen.
Jetzt helft mir mit, allein ist’s schwer,
erbitten wir den Segen her!
Denn dafür braucht es kein Examen,
ruft alle mit mir jetzt das […] AMEN.